Monatsspruch für Juni 2019 - Sprüche 16,24

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.

Monatsspruch Juli 2019  - Jakobus 1,19

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

Ausnahmsweise geht es diesmal gleich um zwei Monatssprüche. Warum zwei? Beide reden eigentlich vom Selben: Vom Reden und vom Hören. Und damit von etwas, was zu dem Wichtigsten unseres Menschseins gehört.

Das können nur wir!

Wir blicken uns um und sehen faszinierende Tiere: z.B. Maikäfer, Gi-raffe, Zaunkönig und Pottwal. Wir sehen faszinierende Pflanzen und Bäume: eine riesengroße Eiche, ei-nen gewaltiger Mammutbaum, eine fröhliche Pusteblume. Wunder über Wunder! Aber eins können sie nicht: Reden! Hören! Schreiben! Das können nur wir Menschen.

Dass wir reden können und Worte gebrauchen, das haben wir nicht selbst erfunden. Es ist - das jeden-falls glaube ich - ein Liebesgeschenk unseres Schöpfers. Gemacht, damit wir Menschen miteinander reden können. Und gemacht, damit wir im persönlichen Austausch mit Ihm, dem Schöpfer, sein können. Die Worte und die Redefähigkeit sind sein großes Geschenk.

Weil es die Worte gibt ….

… konnten so wunderbare Sachen entstehen wie die Märchen der Ge-brüder Grimm oder wie das Hohelied der Liebe aus dem ersten Korin-therbrief oder Fontanes Gedicht vom Birnbaum. - Jedes liebe Wort, das wir sagen und hören, ist nur deswegen möglich, weil wir reden können.

Sie werden so oder so gebraucht

Mit den Worten und dem Reden ist es so wie mit vielen anderen großen Dingen und großen (Gottes-)Ge-schenken:

Sie können genutzt werden, um wunderbares, liebevolles und hilf-reiches zu sagen. Sie können aber auch für das Gegenteil genutzt wer-den, zum Verletzen, zum Zerstören, zum Verdrehen, zum Verraten. Und das  Schlimme  ist:  Oft  merken  wir gar nicht, wozu wir selbst die Worte benutzen und wie sie bei anderen wirken….

Die beiden Monatssprüche sind natürlich kein vollständiges Lehrbuch über das Reden, aber sie geben zwei schöne Hinweise, was wir  mit der kostbaren Gabe der Worte machen können. Es sind,  wie gesagt, die Monatssprüche für Juni und Juli.

Ein Versuch

Mein Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir uns in diesen Monaten immer mal wieder für einen Tag oder einen halben Tag vornehmen:

Heute möchte ich gucken, wozu ich meine Worte im Laufe des Tages ei-gentlich benutze?  Sind sie an diesem Tag „wie Honigseim“ gewesen, süß für die Seele des Anderen?

Oder eher wie eine kleine Nadel, die Stiche versetzt? Wenn wir das hin und wieder mal versuchen, werden wir vermutlich „langsam zum Re-den“. Und wenn wir merken, dass unsere Worte oft für andere nicht so hilfreich sind, dann können wir Gott bitten, uns dabei zu helfen, gute Worte zu lernen.

Mit diesen Worten grüßt Sie Pastor Karsten Vehrs

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